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Ortsmitte Tiefenbach


ORTSMITTE TIEFENBACH MIT RATHAUSNEUBAU 

Leer
ORTSMITTE TIEFENBACH
MIT RATHAUSNEUBAU
1. Preis | 2011


Adresse
Hauptstraße 42
84184 Tiefenbach


Auslober
Gemeinde Tiefenbach, vertreten durch
Herrn 1. BM Georg Strasser


Projektdaten
Realisierungswettbewerb mit Ideenteil
Jurysitzung: 07.12.2011, 1. Preis


ARGE mit
Tusker • Ströhle Freie Architekten BDA



Leer
Geländeschnitte


GELÄNDESCHNITTE

Der Ort

DER ORT

Neue Mitte

                                                                NEUE MITTE

Schnitte

SCHNITTE

Grundriss PlatzebeneGRUNDRISS PLATZEBENE

Grundriss Angerebene
GRUNDRISS ANGEREBENE

 
Grundrisse OG und DG GRUNDRISS OBERGESCHOSS UND DACHGESCHOSS

Ansichten Süd und West

ANSICHT SÜD UND WEST

Ansichten Nord und Ost

ANSICHT NORD UND OST

Modellfoto
MODELLFOTO

ERLÄUTERUNGEN

ORT • STRUKTUR • FREIRAUM

An die gewachsene Struktur des ursprünglichen Straßendorfs „Tiefenbach" erinnern die markanten Baukörper mit den Hofsituationen auf der östlichen Seite der Hauptstraße. Für ein funktionierendes Gemeinwesen fehlt dem Ort eine Mitte. 

Bei unserer städtebaulichen Idee haben wir mit den Neubauten, welche die Proportionen der alten Häuser aufnehmen, die Stellungen der Giebel zur Straße und die Ausrichtungen aus dem Urkataster abgeleitet. 

Der Platz entwickelt sich an den Hofsituationen der gewachsenen Umgebung.

Um die neue Ortsmitte von Tiefenbach zu beleben, muss das Rathaus an diesem Ort neu errichtet werden.

Zusammen mit den weiteren Nutzungen

  • Apotheke, Ärztehaus
  • Gasthaus zum Tiefenbach mit Fremdenzimmern
  • dem Mehrgenerationenhaus am Dorfanger
  • evtl. einer Bank oder einem Laden und den Wohnnutzungen an der Hauptstraße

entsteht eine lebendige, neue Ortsmitte.


Eine Landschaftstreppe verbindet den neuen Marktplatz mit dem Anger. Die freie Landschaft „verzahnt" sich mit den Grünräumen der Bebauung. Die Fußwege vernetzen sich über diesen attraktiven neuen Freiraum, den Anger, in der Fortführung bis zur Kirche (Kirchsteig, 10 Minuten Fußweg) und zur freien Landschaft mit dem Tiefenbach.
Von der neuen Ortsmitte ergeben sich interessante Blickbeziehungen, vor allem auch zur Kirche.


Vom kleinen Brunnenplatz, bis zur Goldinger Straße wird die Hauptstraße als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich ausgebaut. Der Neue Markt, die Gehwege und Parkierungsflächen werden in Granit Kleinpflaster belegt, der Asphalt wird in diesem Bereich aufgehellt.
In dem alten Rathaus im Norden schlagen wir eine Wohnnutzung vor.
Eventuell könnte die benachbarte Bank auch in die neue Mitte ziehen, dann wäre das Quartier im Norden von Tiefenbach städtebaulich als Wohngebiet abgerundet.


RATHAUS UND FUNKTION
Als Langhaus nimmt das Rathaus die Proportionen der traditionellen Häuser auf.
Der Sitzungssaal ist über eine Außentreppe erreichbar. Somit ist es möglich, den Saalbereich von der Rathausnutzung abzutrennen und als Bürgersaal (Vereine, Feiern etc.) zu nutzen.
Auf Platzniveau betritt man das Langhaus im großzügigen Foyer und wird direkt zur Theke des Bürgerbüros geführt. Die weiteren Nutzungen des Bürgerservice (Trauzimmer und Standesamt) befinden sich auf dieser Ebene am attraktiven Kopf des Baues mit dem direkten Bezug zur Kirche. Die Verwaltungsbüros reihen sich auf allen Ebenen entlang des Foyers auf. Auf allen Ebenen befinden sich Besprechungsräume.
Auf der Ebene des Angers haben wir die Bücherei mit einem Lesegarten eingerichtet. Im hinteren Bereich befinden sich Nutzungen wie etwa Registratur und Technik. Das Archiv nutzt den Dachraum sinnvoll.

Unter dem Ortsplatz befindet sich ein von der Hauptstraße her erschlossenes Parkdeck mit 45 Stellplätzen. Es ist direkt mit dem Foyer des Rathauses verknüpft und hat einen ebenerdigen Ausgang zum Anger.

Parkierung
Die Parkdecks mit 45 und 17 Stellplätzen werden von der Hauptstraße und Goldinger Straße her erschlossen, der Weg am Anger bleibt somit von zusätzlichem Parkverkehr frei.


MATERIAL UND KONSTRUKTION
Das Rathaus zeigt sich als hell verputztes Haus damit das optische, nachbarschaftliche Zusammenspiel mit dem traditionellen Umfeld gestärkt wird. Die größeren Verglasungen sind als Pfosten-Riegel-Konstruktion in die Wände eingeschnitten.
Dies verleiht dem Neubau eine zeitlos markante Erscheinung und gewährleistet einen geringen Wartungsaufwand im Betrieb.
Die ruhigen Dachflächen sind mit glatten roten Tonziegeln belegt.

Im Inneren des Hauses dominiert im Foyer ein Natursteinboden der mit dem Belag des Ortsplatzes identisch ist, während die angrenzenden Räume mit Eichenparkett belegt sind.


REGENERATIVES ENERGIEKONZEPT
ÖKOLOGISCHES UND KOSTENGÜNSTIGES BAUEN

Nachdem wir bei unseren Projekten großen Wert auf regenerative Energiekonzepte und CO2-neutrales Bauen legen (Passivhäuser, Häuser mit Erdwärme und Sonnenenergie etc.) sind in Tiefenbach in Abstimmung mit der Gemeinde zwei Ansätze für das regenerative Energiekonzept denkbar:
• Heizen über eine Erdwärmepumpe
oder
• mit Holzpellets.

  • Erdwärme
  • passive Sonnenenergienutzung (Gebäudestellung, offene geschlossene Fassaden)
  • aktive Sonnenenergienutzung (Photovoltaikanlagen und Solarthermie)
  • natürliche Fensterlüftung
  • thermische Zonierung                               (Eingänge 15° C, Flure/Vorbereiche 18°C, Verwaltung etc. 20° C)

Maßnahmen:
  • Die Verwendung dauerhafter, robuster Materialien bildet die Grundlage für ein nachhaltiges Gebäudekonzept.
  • Hochwärmegedämmte Fassaden minimieren Energieverluste und verringern so den Heizbedarf.
  • Hervorragende Tageslichtnutzung
  • Eingänge, Foyer niedrig temperiert
  • Außenliegender Sonnenschutz in den Fassaden
  • Auf den Satteldächern im Süden sind Photovoltaikanlagen und Solarthermie denkbar.
  • Das Regenwasser soll z.B. in einer Zisterne gesammelt und als Grauwasser für die WC Spülung und die Bewässerung der Grünflächen verwendet werden.

Die Wirtschaftlichkeit bei den Bauinvestitionen ist u.a. durch die einfache, klare Hausform und das damit zusammenhängende Tragwerk gewährleistet. Die einfachen Konstruktionen garantieren angemessenen Kosten und durch das alternative Energiekonzept bleiben auch Folgekosten niedrig.

Die Baumaßnahme kann abschnittsweise verwirklicht werden.
Sollte zunächst nur das Rathaus in der neuen Ortsmitte verwirklicht werden, kann als Provisorium auf dem Platz geparkt werden.
Beim eventuell späteren Bau des Gasthauses mit den Fremdenzimmern wird dann das Parkdeck mit der Zufahrt erstellt.