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PERSPEKTIVE

Leer
NEUE ORTSMITTE MIT RATHAUSNEUBAU UND
NEUGESTALTUNG MARKTPLATZ
EGING AM SEE


1. Preis | 2019

in Zusammenarbeit mit den
Jetter Landschaftsarchitekten BDLA

Adresse
94535 Eging am See

Auslober
Markt Eging am See,
vertreten durch den
1. Bürgermeister Herrn Walter Bauer



Projektdaten

Jurysitzung: Februar 2019


Leer

MODELLFOTO



ANSICHT NORDEN




                                            ANSICHT WESTEN




 MODELLFOTO
 



NACHTPLAN | LAGEPLAN




GRUNDRISS EG




GRUNDRISSE

ERLÄUTERUNGEN

ORT • STRUKTUR
Durch den Neubau des Rathauses und des Wohn- und Geschäftshauses ergibt sich für die Gemeinde „Markt Eging am See“ die große Chance ihre bauliche Mitte neu zu definieren.
Größe und Lage des neuen Rathauses im Ort sind hervorragend dazu geeignet, gemeinsam mit der Pfarrkirche St. Ägidius, dem Gasthof zur Post, dem bestehenden und neuen Wohn-, Geschäftshaus einen Schwerpunkt öffentlicher Nutzungen und somit eine lebendige Ortsmitte zu bilden.
Der polygonale Baukörper des Rathauses wird im Nordwesten des Wettbewerbsgebiets verortet und orientiert sich, u. a. über ein Sommerfoyer des Mehrzwecksaals, zum Marktplatz und zur freien Landschaft im Norden.
Die Raumkanten der Baukörper bilden einen attraktiven, barrierefreien Platzraum mit einer hohen Aufenthaltsqualität und vielfältigen Nutzungen:
- der Mehrzwecksaal des Rathauses lässt sich über ein Sommerfoyer zum Markt öffnen.
- Hier wird in Zukunft der Wochen- und Weihnachtsmarkt stattfinden.
- Der vorhandene Biergarten rundet die Nutzungsvielfalt ab.

FREIRAUM
Der vorliegende Entwurf lotet in seiner räumlichen Struktur und Materialverwendung das Spannungsfeld von Vergangenheit und Gegenwart aus, um zu einer harmonisch zeitgenössischen Interpretation des Ortes beizutragen.
Ziel des Entwurfes ist es, den Raum ganzheitlich zu ordnen und die umgebenden Gebäude in eine Struktur aus differenzierten Teilräumen mit großer Aufenthaltsqualität und eigenem Charakter einzubinden. Dazu werden Platzflächen und Straßenraum räumlich definiert und zugleich Fußwegeverbindungen und Aufenthaltsbereiche neu entwickelt. Mit einer neuen multifunktionalen Platzfläche vor Kirche und Rathaus sowie gezielten Baumpflanzungen wird die Atmosphäre des Ortes nachhaltig gestärkt und die Ortsdurchfahrt entschleunigt.

IDEE
Die Grundidee des Platzentwurfes sieht eine einheitliche Gestaltung der Gehweg- und
Platzflächen vor. Das Materialkonzept, mit einem Granitpflasterplattenbelag auf der gesamten Platzfläche und großformatigen Betonfertigteile für Sitzbänke, unterstützt die räumliche Platzkonzeption und verbindet so traditionelle Materialien mit moderner Neugestaltung.
Granit im Passeeverband aus dem Bayerischen Wald mit unterschiedlichen Steingrößen von quadratischem Kleinstein bis zu rechteckigen Bindersteinen zusammen mit der farblichen Durchmischung von Grau und Gelbtönen beleben die große Pflasterfläche. Der unregelmäßige Verlegeverband ermöglicht Scherkräfte für den Fahrverkehr und eine richtungslose Verlegung.

LICHTKONZEPT UND MÖBLIERUNG
Die Platzfläche am Rathaus wird durch seitliche Lichtstelen einheitlich und lebendig erfahrbar. Weitere Lichtakzente setzen der beleuchtete neue Brunnen vor der Kirche. Durch die in die Sitzelemente integrierte Beleuchtung und die Bodenstrahler der Bestandsbäume an der Kirche kann hier mittels LED-Licht punktuell und gezielt inszeniert werden.
Für Veranstaltungen, Feste oder Wochenmarkt wird zusätzliche eine Stromversorgung sowie Wasseranschlussmöglichkeiten über versenkbare Unterflurverteiler sichergestellt.
Durch die den Platz begleitenden Betonsitzelementen mit Holzauflagen kann weitestgehend auf frei gestellte Bänke verzichtet werden. Die Betonelemente sind stabil vandalismussicher und bieten mit den Holzauflagen ein angenehmes Raumgefühl. Mülleimer und kleineres Mobiliar können ebenso in den Randbereichen untergebracht werden. Fahrradständer werden in ausreichender Zahl angeboten.
Mit dem Verzicht auf störende Einbauten innerhalb dieses Bereiches wird nicht nur eine
größtmögliche Nutzungsvielfalt für die Platzfläche garantiert, sondern auch ein verkehrssicheres Vorfeld für Kirche und Rathaus gewährleistet.
Die Kirche St. Ägidius hinter dem Bestandsgebäude liegt heute versteckt und kann im Zuge der städtebaulichen Neuordnung freigestellt werden. Der räumlich markante und architektonisch interessante Baukörper soll sich zukünftig selbstbewusst in dem umgestalteten Stadtraum präsentieren. Die Hauptfassade der Kirche wird freigestellt und der östlich entstehende Freiraum mit einer quadratischen Brunneninstallation aufgewertet und für Kinder attraktiver gestaltet. Vorplatz und Brunnen werden durch ein Carree aus hochstämmigen Winterlinden klassisch akzentuiert und markiert.
Neben den Stellplätzen im Parkdeck sind am Platzrand unter Bäumen zusätzlich Kurzparker für den Alltagsbetrieb ausgewiesen.
Der Großbaum „Kastanie“ auf dem Platz über dem Parkdeck erhält einen Trog mit Erdanschluss.
Durch das aufgezeigte Belagskonzept und eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 kann auf die gesonderte optische Ausweisung und Trennung von Fußgängerbereichen und fahrendem Verkehr verzichtet werden. Eine homogene Platzgestaltung und niveaugleiche Belagsverlegung stärkt somit die neue Mitte von Markt Eging am See.